
Du liebst deinen Sport und möchtest immer positive Tauch-, Schnorchel- oder Freedive-Erlebnisse mit nach Hause nehmen? Mit etwas vorausschauender Planung zur eigenen Ausrüstung wird das sicher gelingen. Wir geben dir ein paar Tipps, auf die es sich zu achten lohnt.
Maske
Das wichtigste Utensil beim Tauchen ist tatsächlich die Maske. Man kann mit den Füßen schwimmen, mit einem Atemzug tauchen und mit der Lunge tarieren. Aber man kann ohne Maske unter Wasser nicht sehen. Deshalb sollte man die Wahl der richtigen Maske nicht dem Zufall überlassen. Es gibt zwei Faustregeln. Erstens: Probiere deine Maske immer im Laden an. Internet-Käufe sind hier nicht zu empfehlen, denn wenn sie nicht richtig abdichtet, ist sie unnütz. Zweitens: Nimm nach Möglichkeit nicht das billigste Modell. Die Wahl der Materialien und die Verarbeitungsqualität weichen natürlich voneinander ab. Zu guter Letzt solltest du dir vorher noch überlegen, was du damit machen möchtest. Die meisten Masken richten sich an herkömmliche Taucher und Schnorchler. Reizen dich Apnoe oder technisches Tauchen, sind andere Modelle womöglich besser geeignet.
Maskenband
Nahezu jede neue Maske besitzt ein Silikonband. Und jeder erfahrene Verkäufer wird dir raten, dieses sofort gegen ein Neopren-Band mit Klettverschlüssen auszuwechseln. Eine gute Entscheidung. Zum einen strapaziert das Silikon die Haare. Wer lange Haare trägt, weiß, wie leicht man sie sich damit ausreißen kann. Außerdem sind Silikon oder weiches Plastik anfällig gegen Salz und UV-Strahlung. Das Material wird spröde und brüchig. Zu ärgerlich, wenn im Urlaub auf dem Ausflugsboot das Band reißt. Klett reißt nicht. Und wenn du den netten Verkäufer in deinem TOP DIVE-Shop bittest, fädelt er dir das neue Band mit seinem Werkzeug auch gern ein. Das ist nämlich gar nicht so einfach.
Marker Buoy
Marker Buoy, Aufstiegsboje, SMB, Dekoboje – es gibt mehrere Begriffe für eines der wichtigsten und zugleich viel zu häufig vernachlässigten Utensilien. Jeder Taucher sollte eine Boje samt Spool mit sich führen. Wie leicht kann eine Gruppe durch schlechte Sicht oder Strömung getrennt werden. Deshalb muss jeder Taucher in der Lage sein, eigenständig einen Freiwasseraufstieg einzuleiten. Und dafür ist eine Oberflächenmarkierung, insbesondere in befahrenen Gewässern, unerlässlich. Außerdem muss die Bootscrew einen ja auch sehen können. Schon bei 30 cm Welle ist das kaum mehr möglich. Der Umgang mit der Boje sollte außerdem regelmäßig geübt werden, damit er möglichst routiniert abläuft. Der Top DIVE Partner Dive in Essen bietet dazu sogar eigene Workshops. Frage ruhig auch mal in deinem Shop nach.
Tauchlampe
Ein Irrglaube ist, dass man eine Lampe nur für Nachttauchgänge benötigt. Wer auch hierzulande taucht – in den heimischen Seen oder in der Ostsee – für den gehört eine funktionstüchtige Tauchlampe zur Grundausrüstung. Allzu leicht passiert es, dass man etwa auf einer Übungsplattform in acht Metern Tiefe kaum mehr die Hand vor Augen sieht. Das kennt man von der sommerlichen Algenblüte. Dann dient eine Lampe in erster Linie als Signalmittel, damit du deinen Buddy siehst und er dich. Die Bandbreite an Modellen ist groß. Dein TOP DIVE-Shop bietet dir eine große Auswahl u.a. von Sola Dive oder Nanight.
Computer
Der Tauchcomputer gehört heute zur Grundausstattung eines jeden Tauchers. Denke immer daran, dass du dich in einem artfremden Medium bewegst. Daher sollte jeder Taucher in der Lage sein, den Tauchgang sicher zu beenden und die Gruppe kontrolliert an die Oberfläche zu führen. Schließlich können auch dein Buddy, der Divemaster oder der Instructor einmal Komplikationen bekommen. Dann bist du gefragt. Für den Anfang reicht ein zuverlässiges Einsteigermodell auch völlig aus. Du solltest dir aber etwas Zeit nehmen und die Menüs vor dem Tauchgang studieren.
Kompass
Keine Peilung? So geht es tatsächlich nicht wenigen Tauchern, gerade wenn sie am Anfang ihrer Ausbildung stehen. Warum eigentlich? Den Umgang mit einem Kompass kann man doch eigentlich gar nicht früh genug lernen. Gerade unter Wasser ist Orientierung das A und O. Wie schnell passiert es, dass die Sicht so eingetrübt ist, dass man den Buddy nicht mehr sieht. Hier kann ein Kompass die Situation beruhigen. Rufe dir die geografische Lage deines Tauchgewässers ins Gedächtnis und richte deinen Kurs danach aus. So findest du immer sicher zu deinem Einstieg zurück. Das gibt dir Ruhe, Sicherheit und auch ein bisschen Souveränität.
Das Specialty Navigation läuft als nächstes:
- Kosie’s D.I.V.E. Schwerin: 28.09. + 26.10.
- Taucher-Zentrum Hamburg : 20.10. + 20.12.
- Tauchertreff Dekostop Oldenburg: 20.09. + 07.10.
Saugheber
Apnoe ist eines der großen Trendthemen im Tauchsport. Viele Menschen sind fasziniert von der Erfahrung, mit einem Atemzug eins zu werden mit dem Medium Wasser. Erfolgreiche Leistungen im Freitauchen erfordern aber auch konsequentes Training. Eine große Hilfe sind Saugheber. Diese Saugnäpfe mit Griff sind eigentlich für den Transport von Glasscheiben gedacht und in jedem Baumarkt erhältlich. Apnoeisten arretieren sie am Beckengrund des Schwimmbades. So lassen sich verschiedene Parcours erstellen, mit denen man effektiv Strecken- und Zeittauchen gleichzeitig trainieren kann.
Schlüssel-Ei/Dry Bag
Schnorcheln ist keineswegs nur die kleine Schwester des Tauchens, sondern ein eigener Sport. Daher sind manche Ausrüstungskomponenten, insbesondere Staumöglichkeiten, hier keineswegs selbstverständlich. So schön die Flexibilität auch ist, quasi immer und überall ins Wasser gehen zu können, sie erfordert etwas Vorplanung. Wo soll ich mit dem Auto- oder Fahrradschlüssel hin? Wie verstaue ich Handy und Portemonnaie? Einige versierte Hersteller haben sich dieser Frage angenommen. Vielleicht suchst du noch ein kleines Geschenk für deinen Partner? Übrigens: die praktischen Stau-Helfer eignen sich auch hervorragend beim Stand-Up-Paddeln.
Reel
Viele Taucher begeistern sich für Wracks. So reizvoll die Begegnung mit der Geschichte ist, sie erfordert auch besondere Sicherheitsvorkehrungen. Eines der wichtigsten Tools für Wracktaucher ist das Reel. Diese Schnurrolle fasst deutlich mehr als das kleine Finger-Spool. Zudem besitzt die Rolle Stopper, um eine straffe Spannung der Leine zu gewährleisten. Das Reel wird zum Beispiel am Anker montiert, wenn ein Wrack bei begrenzten Sichtweiten überhaupt erst einmal gefunden werden muss. Außerdem nutzt man es für Umfeldsuchen und – ganz wichtig – bei der Penetration von Innenräumen. Reels sind leider nicht ganz billig. Aber wer sich ernsthaft mit Wracks beschäftigen will, kommt um diese Anschaffung nicht herum.
Schneidwerkzeug
Massiv unterschätzt ist das gute alte Tauchermesser. Allerdings sind die Zeiten, in denen man sich gleich ein Rambo-Schwert ums Bein gebunden hat, dann doch vorbei. Aber ein kleines handliches Werkzeug am besten mit mehreren Schnittflächen gehört dazu. Viel zu leicht kann man sich etwa beim Wracktauchen in abgerissenen Angelsehnen verheddern. Oder die Schnur vom Spool verfängt sich im Fersenband. Alles schon dagewesen. Hier steigert ein gut erreichbares Messer oder Linecutter an der Begurtung oder am Handgelenk die Sicherheit immens.
Text und Foto: Elmar Klemm


