
Taucher haben ein besonderes Privileg: Sie haben Zugang zu Lebensräumen, die den meisten Menschen vorenthalten bleiben. Da ist es keine große Überraschung, dass hier schon vor vielen Jahren eine Sensibilisierung in punkto Umweltverschmutzung stattgefunden hat. Schließlich belastet jede Form von Müll die Gewässer und schmälert damit die Freude am Tauchgang.
Viele Verbände achten darauf, ihren Schülern bereits in der Anfängerausbildung das Verständnis für Tauchen als Natursport zu vermitteln. Natürlich sollte die Vermeidung von Umweltverschmutzung überall eine Selbstverständlichkeit sein. Dennoch sollte man sich bewusst machen, dass es unter Wasser keine Müllabfuhr gibt. Damit es beim nächsten Unterwasser-Clean-Up möglichst wenig zu tun gibt, hier ein paar Denkanstöße:
- Fahrgemeinschaften bilden. Auch wenn es praktisch ist, wenn sich jeder aus seinem Kofferraum anrödeln kann. Überlegt, ob das wirklich immer nötig ist.
- Kein Einbringen von Nährstoffen. Das gilt insbesondere für jede Form von Anfütterung.
- Keine Knicklichter bei Nacht-Tauchgängen! Die können aufplatzen und auslaufen.
- Keinen Müll am Tauchplatz hinterlassen. Plastikflaschen, Tüten, Verpackungen von Grillgut etc. gehören entsprechend entsorgt. Gibt es vor Ort keine Mülleimer, muss man seinen Müll eben wieder mitnehmen.
- Saubere Bootsführung: Keine Entsorgung von Grauwasser, Öl- oder Reinigungsresten ins Wasser. Auf kleinen Sportbooten zum Glück immer weniger ein Problem. Trotzdem: keine Zigarettenkippe über Bord werfen. Und keine Ankermanöver mit aufsteigendem Styropor o.ä. markieren.
- Achtet ruhig auch mal auf das Verhalten auf Safari-Schiffen. Leider sind mitunter der Crew die einfachsten Umweltstandards nicht bewusst. Da darf und sollte man protestieren!
Du wirst immer wieder mal auf Müll beim Tauchen stoßen. Plastikbecher, Plastikflaschen, Sonnenmilch oder verlorenes Badespielzeug. Was kann bleiben, was sollte raus? Die Antwort ist meist klar. In Beintasche oder Sammelnetz findet sich immer etwas Platz. Oder man klemmt es in den Jacket-Gurt. Denn wenn jeder mal ein Teil mitnimmt, werden es uns unsere Gewässer danken.
Text: Elmar Klemm
Bild: Kosie’s D.I.V.E. Schwerin


