Beim Schnorcheln glücklich vereint

Der zeitintensive Tauchsport kann eine Herausforderung in Beziehungen werden. Ein möglicher Kompromiss: gemeinsam schnorcheln.

Die Situation ist hinlänglich bekannt. Der eine Partner taucht mit Leidenschaft und möchte am liebsten jedes Wochenende ein anderes Gewässer erkunden. Der andere scheut den Umgang mit viel Equipment und Wochenenden am See. Das kann zu Konflikten führen, die man aber umgehen kann, wenn beide Seiten aufeinander zugehen. Ein gemeinsamer Schnorchelausflug ist nicht nur ein geeigneter Kompromiss, er kann auch viel Spaß bringen. Bestimmt kennst du irgendeinen Spot in der Nähe, der zwar flach, aber trotzdem reich an Leben ist. Hier kannst du deinen Partner smart an „deine Welt“ heranführen, ohne ihn zu überfordern. An der Ostsee bieten sich die strandnahen Steinfelder an, in denen man auch ohne Gerät Seenadeln, kleine Schollen und Seesterne beobachten kann. Im Süßwasser kann der Einblick in den Lebensraum unter Wasser mit Jungfischschwärmen und jagenden Hechten unerwartete Begeisterung auslösen. 

Auch die anstehende Urlaubszeit ist wie geschaffen für gemeinsame Aktivitäten im Wasser. Viele Tauchbasen bieten spezielle Schnorcheltouren zu besonders sehenswerten Spots an. Das kann eine schöne Alternative zu einer Tauchausfahrt sein, von der beide etwas haben. Vielleicht findet dein Partner Freude daran – dann kannst du sanft nachlegen. Ein Schnorchelkurs oder ein Apnoe-Workshop in deinem Top Dive Shop können gute Impulse geben. Wichtig ist, dass du nicht übers Ziel hinausschießt. Setze deinen Partner nicht unter Druck. Wenn er mehr möchte, wird er es äußern. Wenn nicht, sollte das auch in Ordnung sein. Das Anlegen einer Tauchausrüstung ist nun mal nicht jedermanns Sache. Aber der Faszination, in die schöne Unterwasserwelt zu blicken, können sich doch nur die Wenigsten entziehen. Und wer weiß, vielleicht wirst du bei einem der nächsten Besuche im Tauchshop begleitet – weil sich dein Partner mal genauer über Masken, Flossen und Schnorchel informieren möchte …

Text: Elmar Klemm
Foto: Virginia Salzedo/mares

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