ABC und los geht’s

Ob junger Schnupperer oder alter Hase, die ABC-Ausrüstung ist die elementare Basis beim Tauchen und Schnorcheln. Es ist schon aus hygienischen Gründen ratsam, Maske, Schnorchel und Flossen immer persönlich anzuschaffen. Allerdings gibt es beim Kauf einiges zu beachten. 

Maske

Beim Maskenkauf kommt es sehr auf die Passform an, weshalb Online-Bestellungen wenig Sinn machen. Zur Anprobe legt man sie sanft aufs Gesicht, bis sie sich leicht ansaugt. Dann passt sie. Beim Korpus sollte man auf reines Silikon achten. Dies ist langlebig und wärmebeständig. Ob man einen transparenten oder schwarzen Korpus bevorzugt, ist Geschmackssache. Bei Ersteren ist das Blickfeld heller. Schwarze Masken verfärben sich dagegen nicht und bleiben länger ansehnlich. Außerdem kann man in der Gruppe nicht so leicht geblendet werden.  

Sehhilfen sind natürlich kein Ausschluss. Für verschiedene Zwei-Glas-Masken gibt es inzwischen Standard-Gläser zum Einsetzen. 

Ein Tipp: Ihr solltet immer das Silikon-Kopfband gegen eines aus Neopren und Klett ersetzen. Das schont nicht nur lange Haare, es ist auch deutlich reißfester.

Schnorchel

Am besten sucht man sich auch gleich den passenden Schnorchel aus. Nicht nur farblich. Inzwischen haben viele Schnorchel ein Ventil am Mundstück. So kann eingedrungenes Wasser leichter ausgeblasen werden, als durch das Rohr. Am Ausgang macht ein Spritzschutz Sinn. Es gibt auch Modelle mit einem Schwimmer, der den Schnorchel beim Abtauchen verschließt. Das Mundstück sollte aus weichem Material bestehen und bequem aber sicher im Mund liegen. Dazu gibt es auch flexible Mundstücke, mit einem äußeren Faltenschlauch. Hier hängt das Mundstück neben dem Gesicht und wird bei Bedarf hinzugeholt. Praktisch für Gerätetaucher sind Schnorchel zum Einrollen, die man einfach in der Jacket- oder Beintasche verstauen kann.

Generell ist zu beachten, dass die Längen genormt sind. So gibt es etwa für Kinder kürzere Schnorchel, da deren Lunge noch nicht voll ausgebildet ist ist. 

Flossen

Die Flosse dient dem Antrieb beim Tauchen. Grundsätzlich entscheidet man offene Geräteflossen und geschlossene Schnorchelflossen. Die Ersten trägt man mit Füßlingen und verschließt sie über ein Fersenband. In geschlossene Flossen schlüpft man dagegen barfuß, sie sind in erster Linie für Schnorchler und beim Schwimmbad-Training geeignet. 

Das Blatt ist oft der Anatomie von Fischen nachempfunden. Diese haben einen versteiften Rand und ein flexibles Blatt. Die kürzeren Tech-Flossen haben dagegen ein härteres Blatt wie etwa bei Walen. Split-Fins wiederum sind geschlitzt wie die Schwanzflosse von Seehunden. Sie sind sehr weich und erzeugen einen vortreibenden Strudel. Diese Flossen sind jedoch für fortgeschrittene Kicks ungeeignet und werden daher etwa im technischen Tauchen nicht eingesetzt. Entscheidend bei der Wahl ist also in erster Linie deine Verwendung. Wichtig ist auch hier eine gute Passform. Sie soll gut am Fuß sitzen und nicht drücken. Hier hilft dir der Berater in deinem Top Dive Shop mit Erfahrung und Fachwissen jederzeit gern weiter. 

Text: Elmar Klemm
Foto: Elmar Klemm

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