Für euch getestet: Waterproof D7 Evo

Waterproof hat seinen Erfolgs-Trocki D7 Evo weiterentwickelt. Der neue Anzug hat bei einigen Kernfunktionen noch einmal kräftig nachgeschärft – und bekräftigt seine Positionierung im Premium-Trockentauchsegment. Davon kann sich nun jeder überzeugen. Denn der neue D7 Evo erweitert ab sofort mit allen gängigen Größen das Test-Sortiment am Waterproof-Stand. Top Dive-Autor Elmar Klemm hat die Gelegenheit beim Gammel-Albo-Event genutzt und ist mit dem neuen Modell abgetaucht.

Zunächst sichte ich gemeinsam mit dem Sales Manager Carsten die Features. Das Nylotech-Trilaminat fühlt sich geschmeidig an und besitzt eine gewisse Flexibilität. Kevlar-Einlagen verstärken besonders strapazierte Bereiche. Insbesondere beim technischen Tauchen ist Bewegungsspielraum wichtig. Aus diesem Grund wurde auch der YKK-Kunststoff-Reißverschluss überarbeitet. Besonders interessant finde ich das neue Manschetten-System Flexlock. Hierbei kann man nicht nur den korrekten Sitz der Silikon-Manschetten optimal selbst überprüfen, man kann sie auch selbst auswechseln. Das Ringsystem ist so konzipiert, dass die Manschetten einfach eingespannt werden. Das gilt übrigens auch für Halsmanschetten aus Latex und Neopren. Welche Relevanz dieses Feature haben kann, muss ich wohl nicht erläutern. 

Der Anzug sitzt, das Doppelgerät ist geschultert. Beim Befüllen der Beintaschen fällt mir auf, dass das Volumen per Rundum-Reißverschluss vergrößert bzw. reduziert werden kann. Bei meiner Standard-Befüllung mit Wetnotes, Ersatzmaske, Boje und Spool ist mir das „große“ Format lieber. Klasse: Die Innentaschen sind mit besonders langen, farbigen Bungees versehen. 

Ich lasse mich in die Horizontale fallen. Der Anzug schmiegt sich angenehm an den Körper. Nichts flattert, nichts spannt. Wir können lostauchen. Ich mache ein paar Übungen, der Trocki geht geschmeidig mit. Ventile und Taschen sind gut zu erreichen. Auch beim Backkick zerrt nichts. Dann die Feuerprobe: Der V-Drill. Schon beim Ansetzen merke ich, dass es aussichtlos ist. Trotz flexiblerem Nylotech und Teleskoptorso komme ich nicht mal in die Nähe meiner Ventile. Die Achsel ist aufs Äußerste gespannt. Später erklärt mir Carsten von Waterproof, dass man alle Größen auch in einer Tall-Variante ausführen kann. Das wäre in meinem Fall wohl die Lösung. Wir tauchen langsam aus. Für die Ventilübung habe ich etwas mehr Luft in den Anzug gegeben. Die möchte ich jetzt zügig loswerden. Das klappt weniger gut. Selbst in drei Metern Wassertiefe reicht der Überdruck nicht aus. 

Alles in allem lässt sich sagen, dass der Waterproof D7 Evo den Anforderungen an einen hochwertigen Trockentauchanzug im € 3.000+ Segment rundum gerecht wird. Einige Features sind wirklich gut überlegt und verbessert. Das eigenständige An- und Ausziehen klappt tadellos und auch die Größentabelle für Damen und Herren erscheint mir recht flexibel. Die einzigen Hänger bei mir waren der V-Drill und das Auslassventil. Aber das können auch individuelle Schwierigkeiten sein – mit denen man ja in bester Gesellschaft ist.

Text: Elmar Klemm
Foto: Waterproof

H(a)i … mein Freund!